Aktuell

30.12.2015 | Berlin

Verschärfte Fusionskontrollen bremsen Innovationen und erschweren Exitstrategien



Landesvorsitzender Kumpfert zu Plänen von Wirtschaftsminister Gabriel, die Übernahme von Start-ups durch Konzerne zu erschweren


„Um Innovationen zum Durchbruch zu verhelfen, brauchen wir mutige Gründer und erfahrene Investoren, keine weiteren bürokratischen Wachstumshürden“, kommentiert Oliver Kumpfert, Stellvertretender Bundesvorsitzender des Liberalen Mittelstands, die Pläne von Wirtschaftsminister Gabriel, die Übernahme von Start-ups durch etablierte Konzerne zu erschweren. Laut Entwurf des Jahreswirtschaftsberichts 2016 ist geplant, dass das Kartellamt solche Aufkäufe künftig prüfen und erst danach genehmigen oder untersagen soll. Diese Zusammenschlüsse unterliegen bisher nicht der Fusionskontrolle des Kartellamts, weil junge Unternehmen häufig unter der Umsatzschwelle operieren, ab der die Behörde einschreitet.

 

 

 

 

 

„Misstrauen und Kontrollwahn machen das Gründerklima in Deutschland immer schlechter, anstatt es endlich zu beleben. Die Linken haben bis heute nicht verstanden, dass Innovationen Größenwachstum brauchen, um sich bezahlbar durchzusetzen und im Wettbewerb bestehen zu können“, so Kumpfert. Außerdem wird der Exit von Investoren aus Start-ups erschwert, wenn der Verkauf an ein anderes Unternehmen vom Kartellamt genehmigt werden muss. Die Investitionen in innovative Ideen werden deshalb unattraktiver. Der Wirtschaftsexperte ergänzt: „Diese planwirtschaftlichen Fantastereien werden dazu führen, dass Deutschland endgültig den Anschluss im internationalen Technologiewettbewerb verlieren wird und Entrepreneure den Standort verlassen.“

 

 

 

 

 

„Stattdessen müssen wir es Gründern leichter machen. Die Anmeldung einer Firma muss durch die Verschlankung von Arbeitsabläufen und die Verringerung der Bürokratie innerhalb eines Tages möglich sein“, fordert der Unternehmer Kumpfert. „Wir brauchen eine Wirtschafts- und Sozialpolitik, die den besonderen Bedürfnissen von Start-ups Rechnung trägt, damit mehr Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, neue Produkte und Dienstleistungen anbieten sowie Arbeitsplätze schaffen. Dazu gehören u.a. ein verbesserter Zugang zu Finanzierungsmitteln, die Vereinfachung von Genehmigungsverfahren, eine größere Transparenz und Zielorientierung in der Gründungsförderung, die Besserstellung von Gründern in den Sozialversicherungen und die Vermittlung unternehmerischen Denkens an Schulen.“